
- Genossenschaft
- Weiterbildung
- Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz
- Regionalentwicklung
Die Genossenschaft für Regionalentwicklung und Weiterbildung Wipptal (kurz GRW Wipptal m.b.H.) wurde 2002 als Organisations- und Umsetzungsstruktur der Regionalentwicklung im Wipptal gegründet und hat sich in ihrer Funktion als Schnittstelle und Motor der Regionalentwicklung in Zusammenarbeit mit den verschiedenen Organisationen und lokalen Akteuren bewährt. Demensprechend nimmt die GRW Wipptal auch im neuen Programmplanungszeitraum eine Schlüsselrolle in der Regionalentwicklung ein und steht den lokalen Akteuren als Beratungs- und Koordinierungseinrichtung unterstützend zur Seite. Daneben ergänzt die GRW Wipptal die projektbezogenen Aktivitäten der Regionalentwicklung mit einem eigenen Weiterbildungsprogramm und trägt somit nachhaltig zur Stärkung und Qualifizierung der Humanressourcen im Bezirk bei.
Auch im neuen Programmplanungszeitraum spielen die verschiedenen EU-Strukturfondsprogramme als Anreize und Finanzierungsmöglichkeiten eine besondere Rolle in der Regionalentwicklung im Wipptal. Im Vergleich zum Zeitraum 2000-2006 wurden die verschiedenen Programme jedoch wesentlich sektoraler und bereichsspezifischer Ausgerichtet bzw. verfolgen im jeweiligen Wirkungsbereich klar definierte Ziele.
Für das Wipptal sind die Fördermöglichkeiten aufgrund der strukturellen Benachteiligung und der Grenzlage nach wie vor groß. Insbesondere gilt es in diesem Zusammenhang folgende Programme zu nennen:
* Das Entwicklungsprogramm für den Ländlichen Raum (ELR) tritt die Nachfolge des ehemaligen EAGFL-Programms an und unterstützt mit verschiedenen Maßnahmen mit Schwerpunkt in der Land- und Forstwirtschaft sowie in den ländlich geprägten Gebieten der Provinz deren Entwicklung.
* Das LEADER-Programm ist im neuen Programmplanungszeitraum nicht mehr eine eigene Gemeinschaftsinitiative, vielmehr wurde der LEADER-Ansatz in die sog. Mainstream-Programme integriert. LEADER ist somit Teil des ELR, wobei ausgewählte Maßnahmen und ein fix definierter Anteil der Fördermittel des ELR ausschließlich den vier LEADER-Gebieten im Land zur Verfügung stehen. Auch das Wipptal konnte sich für den Zeitraum 2007-2013 erfolgreich als LEADER-Gebiet bewerben.
* Aufgrund der grenznahen Lage zum benachbarten Österreich spielt die grenzübergreifende Zusammenarbeit nach wie vor eine zentrale Rolle in der Regionalentwicklung im Wipptal. Innerhalb der EU-Strukturfondsprogramme steht dazu das Ziel „Europäische Territoriale Zusammenarbeit" zur Verfügung, über welches auch das für das Wipptal zentrale Programm INTERREG IV Italien-Österreich finanziert wird. Im Rahmen dieses Programms werden grenzüberschreitende Initiativen in den unterschiedlichsten Bereichen finanziert.
* Als Nachfolge des ehemaligen Ziel-2-Programms wurde im Rahmen des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) das Ziel „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung" aufgelegt, über welches Aktivitäten im Bereich der Innovation, Forschung und Entwicklung sowie Umwelt, Risikoverhütung und im Bereich von Verkehrs- und Telekommunikationsdiensten finanziert werden.
* Auch das Programm des Europäischen Sozialfonds (ESF) wurde in der Periode 2007-2013 neu aufgelegt. Der ESF setzt dabei neue Akzente in der Sozialpolitik und trägt insbesondere zur Stärkung der Humanressourcen und des Arbeitsmarktes bei. Dabei liegen die Schwerpunkte zum einen in Bildungsaktivitäten zur Förderung eines besseren Zugangs zum Arbeitsmarkt und zum anderen in sog. systemwirksamen Maßnahmen.
* Das Durchführungsprogramm des Fonds für Gebiete mit Entwicklungspotential (FAS) der Autonomen Provinz Bozen zielt vordergründig darauf ab, insbesondere die Lebensbedingungen in den ländlich geprägten Gebieten des Landes zu steigern und zu stärken. Dies soll insbesondere durch strategische und infrastrukturelle Projekte in den Bereichen ländliches Wegenetz, Risikovorsorge und Schutzmaßnahmen, Wasserversorgung und Breitbandversorgung sichergestellt werden.


